Der Landkreis Gliwice

Direkte Nachbarschaft der größten Agglomeration in Polen und die des Oberschlesischen Industriebezirkes, darunter der Stadt Gliwice, sowie die Lage an der Kreuzung der wichtigsten polnischen Verkehrswege vom europäischen Rang, d.h. der Autobahnen A1 und A4 machen den Kreis Gliwice unter vielen Aspekten sehr attraktiv.

Der Kreis Gliwice hat eine Fläche von 663 km2 , wo wohnen ca. 112 Tausend Personen. Der Landkreis ist in 8 Gemeinden aufgeteilt – zwei städtische Gemeinden: Knurów und Pyskowice, zwei städtisch-dörfliche Gemeinden: Sośnicowice und Toszek sowie vier Dorfgemeinden: Gierałtowice, Pilchowice, Rudziniec und Wielowieś. Sitz des Landratsamtes ist die Stadt Gliwice, die aber außerhalb der administrativen Kreisgrenze liegt und einen separaten Stadtkreis bildet.

Über 52 % der Fläche des Kreises Gliwice nehmen landwirtschaftliche Gebiete ein – solch einen Charakter hat insbesondere der Mittel- und Nordteil des Landkreises. Ein guter Umweltzustand – nicht kontaminierte Böden und reine Luft schaffen Möglichkeiten für Entwicklung agrartouristische Bauernhöfe und begünstigen in Verbindung mit der Schönheit hiesiger Landschaft und mit touristischen starken Seiten des Kreises Investierung im Bereich der touristischen Basis und der Agrartouristikentwicklung. Unmittelbare Nähe der oberschlesischen Agglomeration, großer Anteil der Wälder, die ca. 33% Gasamtfläche des Landkreises bilden, sowie Umweltreinheit machen die meisten Landkreisgebiete für Bauen von Wohnsiedlungen und kleinen Wohnkomplexen attraktiv.

Im südlichen Kreisteil kommen reiche Gas- und Kokskohlenlagerstätten vor und deren Ausbeutung den entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung der Ortschaft Knurów hatte. Knurów wurde dadurch zu einem Starkurbanisierten Industriezentrum und ist die größte Gemeinde in Hinsicht auf ihre Einwohnerzahl im Kreis. In Knurów ist ein Steinkohlenbergwerk tätig, d.h. „Knurów - Szczygłowice“ – Bergwerk.

Im Teil der Schlesischenhochebenen, der in den Kreisgrenzen liegt, finden wir abwechslungsreiche Landschaftsformen: Anhöhen „Pagóry Sarnowskie“ die über 300 m über den Meeresspiegel reichen (in den Gemeinden Toszek und Wieloweiś), hügelige Gebiete in den Gemeinden Rudziniec, Sośnicowice und Pilchowice sowie Täler der Flüsse – Drama, Bierawka und Kłodnica. Im nördlichen und westlichen Kreisteil liegen Waldkomplexe, wo Kiefern- und Laubbaumwälder dominieren. In der Nähe vom Dorf Dąbrówka wurde der Naturschutzgebiet „Hubert“ angelegt, das ein Standort für rare Pflanzenorten, Kriechtiere, Lurche, Käfer und Vögel ist. Der Reichtum am Wild begünstigt dort die Jägerei. Sich erholen kann man an künstlichen Wasserbecken wie Dzierżno Duże, Dzierżno Małe oder Pławniowice, wo zahlreiche Urlaubszentren, Campingplätzen und Anlageplätze für die Segler aufgebaut worden sind. Die Reitsportliebhaber werden von Reitsportzentren, Gestüten und agrartouristischen Bauernhöfen eingeladen.

Der Landkreis Gliwice war über Jahrhunderte ein Kontaktgebiet der Nationen, Sprachen und Konfessionen; davon stammt seine unwiederholbare Kulturerbschaft, die sowohl in der kirchlichen Architektur mit ihren schönen Holztempeln als auch in weltlichen Bauwerken zum Ausdruck kam. Die ältesten Kirchen sind in den Ortschaften Poniszowice und Wielowieś erhalten geblieben. Mit ihrer Schönheit bezaubern zahlreiche Kleinkapellen, Kreuze und Skulpturen der Heiligen, oft von großem Kunst- und Stilwert. Zu historischen Residenzen, die im größten Maß im Kreis besucht werden, gehören: Gotik- und Barockschloss Toszek, malerischer Palast Pławniowice sowie Ruinen des Schlosses Chudów. Es gibt auch jüngere Paläste und Höfe aus dem 19. Jahrhundert, beispielsweise in Przyszowice, Wielowieś und Wilcza.